Schwäbischer Albverein Amstetten

Schwäbischer Albverein Ortsgruppe Amstetten

Rund um den Neusiedlersee

Eine wunderschöne Woche, vier Länder und Temperaturen von über 30° erlebten 42 Albvereinler. Schon bei der fast 700km langen Anreise gab es mit einer Führung durch das 1133 gegründete Zisterzienserstift Heiligenkreuz im Wienerwald einen ersten Höhepunkt, bevor es weiterging zu unserem Hotel nach Mörbisch.
Der zweite Tag führte dann auf das Ostufer des Neusiedlersee - nach Illmitz im Herzen des Nationalparks: gegründet1993 und 2001 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Der See ist der westlichste Steppensee von Europa und fast vollständig von einem Schilfgürtel umgeben und bildet den Lebensraum einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Mit Hans Tyroller (ein Mann der ersten Stunde im Park) ging es an die Salzlacken zur Beobachtung von Graugänsen, Löfflern, Strandläufer, Säbelschnäbler, Weißstörchen und weiter zu den ungarischen Steppenrindern; zur barocken Basilika nach Frauenkirchen und dann ganz entspannt dann zurück mit dem Schiff nach Rust.
Am dritten Tag gab’s Kultur; Carnuntum, ein Legionslager der Römer, gegr. unter Kaiser Augustus. Tiberius, Marc Aurel– sie alle prägten die Geschichte der Stadt der Kaiser. Eine Zeitreise in eine prächtige Zivilstadt, auf den Spuren vornehmer und wohlhabender Römer. Edle Villen, Marktgeschehen, Geschäfte, Thermen, Massagen und öffentliche Gemeinschaftstoiletten, die dazumal nicht nur fürs „persönliche“ sondern auch gleichzeitig der Kommunikation dienten. Und: wie uns Christian, unser Reiseleiter erklärte: gab es schon damals eine „UrinSteuer“! Am Nachmittag ging es dann noch zu einer Stadtbesichtigung nach Bratislawa, der Hauptstadt der Slowakei ehe uns die MS Elisabeth II auf der Donau, vorbei an Burg Devin zurück nach Hainburg brachte, wo der Bus schon wartete.
Am vierten Tag war wandern angesagt: im Naturpark Leithagebirge, an der Westseite des Sees. Durch die Wüste zum Kloster St.Anna, gegründet 1644 von Elenore von Mantua. Hier teilte man sich in zwei Gruppen. Begleitet von einem Wanderkameraden der Naturfreunde Mannersdorf führte die kurze Tour auf das 380m hohe Gipfelkreuz des Scheiterbergs - mit einer phantastischen Sicht auf die 2000 m hohen Schneeberg und Rax- und weiter zur Hochfilzerhütte. Die längere Tour ging über das Leithagebirge, vorbei an der Kaiserwarte 443 m, direkt nach Donnerskirchen. Von hier aus dann gemeinsam in die historische Kellergasse nach Purbach zum Weinkeller Kiesling. Eine Weingartenführung, eine herzhafte Winzerjausen und ein paar gute Tropfen rundeten den Tag ab. In der Nacht dann ein kräftiger Regenschauer und am anderen Morgen besorgte Blicke zum Himmel! Stand doch mit der heutigen Wanderung ein weiteres UNESCO-Welterbe auf dem Programm. Aber wie immer,das Wetter war für uns! Ab ins Zentrum der Zauberberge – zur Semmeringbahn. Die erste Hochgebirgsbahn der Welt- erbaut von Ritter von Ghega 1848 -1854. Mit dem Zug von Payerbach nach Semmering und durch die herrliche Gebirgswelt auf dem Bahnwanderweg zurück nach Breitenstein.
Am letzten Urlaubstag dann noch ein Besuch im Römersteinbruch St. Margarethen bevor es weiter ging zum Paneuropäischen Picknickdenkmal. Manch nachdenklicher Blick, als Reiseführer Christian nochmals die Ereignisse vom 19.August 1989 schilderte: mehrere hundert DDR-Bürger haben damals das Tor des Eisernen Vorhanges an der östereichisch-ungarischen Grenze durchbrochen und damit den entscheidenden Anstoß zum Fall der Berliner Mauer gegeben. Weiter ging es auf die ungarische Seite des Fertö-to ! Ein Stadtrundgang in Sopron (Ödenburg) und noch nach Fertöd. Rund 25 km von Sopron entfernt steht ein besonders Kleinod Ungarns - das Schloss Esterházy auch Schloss Fertőd genannt, mit seiner herrlichen Gartenanlage. Das im letzten Drittel des 19. Jahrhundert fertig gestellte prächtigste Schloss Ungarns wurde auch das "ungarische Versailles" genannt und ist Teil des Weltkulturerbes, der gleichzeitig in den Nationalpark Fertő-Hanság eingebunden ist. Seit dem 16.Jh. prägt die Familie Esterhazy die Geschichte des Neusiedlersees, auch heute noch. Zum Ausklang dann noch ein schönes Abschiedsessen in der Storchmühle, einem original Burgenland-Restaurant (wobei die Zigeunermusik für schwäbische Ohren doch sehr gewöhnungsbedürftig ist).

Mit vielen neuen Eindrücken, verwöhnt von Keller und Küche hieß es dann am siebten Tag Abschiednehmen. Noch ein kurzer Halt an Stift Melk , durch den Nibelungengau an der Donau entlang , nach Bernstadt in den Gasthof Bären zum Ausklang der herrlichen Wanderfahrt.


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